Jobst Liebrecht

Der gebürtige Hamburger Jobst Liebrecht studierte Dirigieren an der Musikhochschule München und am Eötvös-Institut Budapest. Er arbeitete als Assistent für Ingo Metzmacher und Hans Werner Henze.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn zum Orquesta Sinfonica de Mendoza in Argentinien, zum Geor- gischen Nationalorchester in Tiflis, zum Changwon Symphony Orchestra in Südkorea und zum Phoenix Symphony Orchestra in den USA. In Deutschland dirigierte er u.a. das Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, die Münchner Sinfoniker, das Münchner Kammerorchester, die Münchner Bachsolisten, die Duisburger Philharmoniker, die Opernorchester in Halle und Gießen und die Neubrandenburger Phil- harmonie.

Sein spezielles Interesse für Neue Musik führte zur Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles auf dem Gebiet wie dem Ensemble Modern, Frankfurt, dem Klangforum-Ensemble, Wien, dem Ensemble Köln sowie dem Ensemble United Berlin. Aufnah- men entstanden beim WDR, beim Deutschland Radio Berlin, beim BR und beim SFB.

Im Bereich des modernen Musiktheaters leitete Jobst Liebrecht verschiedene Ur- und Erstauffüh- rungen, so die Oper Lunu von Moritz Eggert mit den Münchner Bachsolisten, die Oper Gloria von Jaxtberg von HK Gruber am Münchner Volkstheater sowie in Zusammenarbeit mit Einar Schleef das Musiktheaterspiel Der Golem in Bayreuth von Ulla Berkewicz/Lesch Schmidt am Wiener Burgtheater. Er war Gastdirigent am Opernhaus Halle für die Oper Der Leuchtturm von Peter Maxwell Davies. Für das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin organisierte und dirigierte Jobst Liebrecht eine Aufführung der Märchenoper Pollicino von Hans Werner Henze mit 70 Berliner Kindern und Schauspielern, die auch als CD bei Wergo erschienen ist. Jobst Liebrecht wurde als Dirigent dieser Aufnahme mit dem „ECHO-Preis Klassik 2004” der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet. In Berlin leitete er bei den „Asien- Pazifik-Wochen” 2003 die Uraufführung der Raag Symphonia von Pandit Kamalesh Maitra.